Otto Deplazes

Plazzas

7173 Surrein

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Geschichte der Firma Pegnas Deplazes

 

Frars Deplazes

Schon vor dem Ersten Weltkrieg hat unser Grossvater Giachen Deplazes bei der Firma G: B: Candinas das Handwerk gelernt. Vor 75 Jahren, also 1919 eröffnete er dann mit seinem Bruder Gion Batt. einen Steinbruch und stellte den ersten Ofen her. Mit überdurchschnittlicher Kraft, Ausdauer und durch gute Handfertigkeit, jedoch mit bescheidenen Werkzeugen, wurden robuste und dauerhafte Öfen hergestellt.

 

Giachen Deplazes e fegl 

1941 begann unser Vater Augustin, zusammen mit dem Grossvater die Öfen zu bauen. In den Jahren 1943 – 47 hat er die Lehre gemacht und als wahrscheinlich letzter Specksteinofenbauer abgeschlossen. Miteinander wurden dann 1949 eine Fräs- und eine Schleifmaschine angeschafft. Das Einzugsgebiet erstreckte sich, wir früher schon, auf die Cadi, Foppa, Lumnezia und ins Safiental. Erst später folgte dann das Oberhalbstein. Hier und da wurde auch ins Unterland geliefert, ja sogar bis nach Belgien und Italien. 

 

Die Ofenbaukrise 

In den sechziger Jahren erlebte das Bündner Oberland einen wirtschaftlichen Aufschwung. Mit dem bescheidenen Wohlstand kam auch die Ölzentralheizung. Durch das damalige Verbot, den Kaminzug gemeinsam zu benutzen, wurden viele Öfen „ kaltgestellt“ und allmählich ausgerissen. Neubauten wurden mit günstigem Öl oder elektrisch geheizt. In jener Zeit konnten sehr gute Öfen günstig erworben, anschliessend umgebaut, geschliffen und wieder verwendet werden. Nur wenige Ofenfans liessen neue Öfen herstellen. Unter solchen Voraussetzungen konnten keine grossen Investitionen getätigt werden. Die vorgängig erwähnten Fans bekamen aber schon 1973 bei der Ölkrise überraschend recht. Durch diese Krise verunsichert und durch den Preisaufschlag auf andere Heizenergien kam das Umdenken. 

 

Der Aufschwung  

Ende der siebziger Jahre steigt die Nachfrage markant. Nicht allein die krisensichere Heizung war gefragt, sondern auch die „ gesunde, gute Wärme“ wurde immer mehr gesucht. Wieder andere vermissten die gute „ Stimmung“, hervorgerufen durch das knisternde, lodernde Feuer. Da all dies mehr als nur eine Modeerscheinung war, entschloss ich mich 1983, nach zwei Lehren und zehn Jahren Bauerfahrung beim Vater den Beruf des Ofenbauers zu erlernen. 

 

Augustin Deplazes e fegl  

Bereits 1986 haben wir eine speziellen Warmlufteinsatz für den Specksteinofen entwickelt und durch die EMPA und VKF prüfen lassen, neue Maschinen angeschafft und 1987 eine Werkstatthalle gebaut. Seit dem Eintritt im Jahre 1989 des jüngeren Bruders Ignaz, als gelernter Hafner, nennt sich das Geschäft

 

Pegnas Deplazes Surrein

Es folgte Schlag auf Schlag: Ausstellungen in Disentis und Friedrichshafen, Anschaffung einer moderneren, programmierbaren Steinfräse, Regallager, Unterstand für Material und Fahrzeug und seit 1995 eine permanente Ausstellung. Heute arbeiten drei bis fünf Personen am Bau der begehrten Öfen. Dank unserer Vorfabrikation und Elementbauweise sind wir überall konkurrenzfähig und arbeiten in der gesamten Inner- und Ostschweiz, im Fürstentum Liechtenstein, im Tessin und immer wieder im Ausland. Nebst den Specksteinöfen als Speicheröfen bauen wir auch Zentralheizungsöfen mit Wasserregister oder mit Warmluft, kombinierte Specksteinherde zum Kochen und Heizen und jede Art von Kachelöfen sowie auch französische Herde.

 

75 Jahre Jubiläumsreportage  in der Terra Grischuna 1996